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leere Hand
Karate bedeutet wörtlich „leere Hand“. Das beschreibt ziemlich gut, worum es geht: Man kämpft nicht mit Waffen, sondern mit seinem eigenen Körper, mit Technik, Kontrolle und innerer Stärke. Für mich persönlich ist Karate aber viel mehr als nur eine Kampfkunst.
Ich trainiere jetzt seit rund zwei Jahren, und in dieser Zeit habe ich gemerkt, wie sehr Karate mich verändert hat. Es hat mir gezeigt, dass man nicht groß oder besonders stark sein muss, um selbstbewusst aufzutreten. Wichtiger sind Disziplin, Konzentration und der Mut, immer wieder über sich selbst hinauszuwachsen.
Was mich besonders fasziniert, ist die Verbindung aus körperlicher Technik und innerer Ruhe. Man lernt, präzise Bewegungen auszuführen, schnell zu reagieren und trotzdem einen klaren Kopf zu behalten. Als Mädchen hört man oft, man sei „zu zierlich“ oder „nicht kräftig genug“. Aber im Dojo spielt das keine Rolle – dort zählt, wie sehr man sich anstrengt und wie viel Herz man ins Training steckt.
Karate bedeutet für mich auch Respekt: vor meinen Trainingspartnern, vor meinem Trainer und vor mir selbst. Dieser Respekt beginnt und endet jedes Training – und begleitet mich mittlerweile auch im Alltag. Ob in stressigen Situationen oder wenn ich unsicher bin: Ich erinnere mich daran, ruhig zu bleiben und bei mir zu bleiben.
Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man etwas beherrscht, das Körper und Geist verbindet. Karate gibt mir Sicherheit, Kraft und das Vertrauen, dass ich Herausforderungen meistern kann – im Dojo und außerhalb. Für mich ist es nicht nur ein Sport, sondern etwas, das mich begleitet und stärker macht, jedes Mal ein bisschen mehr.